Rezension: Strafprozessrecht von Sabine Tofahrn
Posted on | September 7, 2010 | No Comments
Strafprozessrecht, Sabine Tofahrn, 2009, C.F. Müller Verlag: 12,95 Euro
Ergänzungsfragen in der strafrechtlichen Klausur im Ersten Staatsexamen sind keine Seltenheit – Grundkenntnisse im Strafprozessrecht sind daher unabdingbar.
Das Werk aus der JURIQ-Reihe vermittelt dem Studenten die Grundzüge des Strafprozessrechts, ohne dabei in wissenschaftliche Detailfragen abzudriften und ist sowohl für Studienanfänger als auch für höhere Semester geeignet.
Das Buch komplettiert die bisher in der Verlagsreihe im Bereich des Strafrechts erschienen Skripten und folgt dabei der besonderen „JURIQ-Lernmethode“, die die Vorzüge eines klassischen Lehrbuchs mit der didaktischen Erfahrung eines Repetitoriums zu einem umfassenden Lernkonzept aus Skript und Online-Training verbindet.
Das Skript gibt einen kurzen Überblick über das Strafverfahren und behandelt im Hauptteil das Erkenntnisverfahren erster Instanz, dabei vor allem den Ablauf, die Verfahrensbeteiligten, Verfahrensprinzipien und Zwangsmittel. In einem dritten Teil wird dem Studenten ein Überblick über die ordentlichen und außerordentlichen Rechtsbehelfe gegeben.
Die Inhalte und Themenstellungen sind dabei nach Prüfungsrelevanz ausgewählt und gewichtet. Der Student wird beim Lernen durch nach didaktischen Gesichtspunkten ausgewählte visuelle Effekte unterstützt. So helfen beispielsweise übersichtliche Grafiken, hervorgehobene Definitionen oder auch Lerntipps als Randbemerkung den Stoff zu verinnerlichen. Damit abstraktes Wissen auch in der Klausur angewendet werden kann, enthält jeder Lernabschnitt kleinere Beispielsfälle.
Besonders zu erwähnen sei noch der Online-Wissens-Check von JURIQ, anhand dessen der Student seinen Wissenstand kontrollieren und seine strafprozessrechtlichen Kenntnisse überprüfen kann.
Fazit: Unter den juristischen Skripten für Studenten stechen die JURIQ Skripten heraus. Positiv anzumerken ist insbesondere die ansprechende Gestaltung und die Fülle an Material, welches dennoch komprimiert und auf das Wesentliche beschränkt wird. Auch in dem vorliegenden Werk ist dies gelungen. Es ist daher für Studenten zur unterstützenden Klausurvorbereitung und zum Wiederholen der Materie auch für fortgeschrittene Studenten absolut zu empfehlen.
Verena Lerch
Scridb filterRezension: Sachenrecht von Mathias Habersack
Posted on | September 7, 2010 | No Comments
Examens-Repetitorium Sachenrecht, Mathias Habersack, 6. Aufl. 2010, C.F. Müller Verlag: 19,95 Euro
Das Werk von Mathias Habersack zum Sachenrecht deckt ein weiteres Rechtsgebiet der besonderen UNIREP JURA-Reihe ab, die der Vorbereitung auf die juristischen Staatsexamina dienen. Das Buch setzt Grundkenntnisse im Sachenrecht voraus und hat daher als Zielgruppe vor allem den fortgeschrittenen Studenten und den Examenskandidaten, der examensrelevante Bereiche des Sachenrechts wiederholen und vertiefen will.
Inhaltlich stehen besonders der Erwerb, der Verlust und der Schutz des Eigentums, Sicherungsrechte an beweglichen Sachen (neben dem Pfandrecht also der Eigentumsvorbehalt und das Sicherungseigentum), das allgemeine Grundstücksrecht und die Grundpfandrechte im Vordergrund. Da Vorsatz des Autors ist, den Leser auf das Examen vorzubereiten, werden im Zusammenhang mit den genannten Themen auch examensrelevante Kombinationen des Sachenrechts mit beispielsweise dem Verbraucherkreditgesetz, Vorschriften des AGB-Gesetzes und den im Zusammenhang mit den Sicherungsrechten besonders gefragten Rechtsbehelfen in der Zwangsvollstreckung und in der Insolvenz besprochen.
Die Gestaltung entspricht der eines Lehrbuchs, ist allerdings nicht allgemein gehalten, sondern konzentriert sich in seinen Ausführungen vor allem auf die fachlichen Probleme, die für das Examen relevant sind. Zur Kontrolle und Veranschaulichung dienen die insgesamt 63 in den verschiedenen Themenblöcken verteilten Fälle, deren Lösungen sich jeweils einige Seiten weiter an der thematisch passenden Stelle finden.
Fazit: Das Buch ist – was positiv auffällt – trotz seiner fachlichen Fülle sehr übersichtlich gestaltet und angenehm zu lesen. Zum wissenschaftlichen Arbeiten ist es wegen seiner zahlreichen Fußnoten und hervorgehobenen BGH Entscheidungen ebenso geeignet wie zur Schulung für anspruchsvolle examensrelevante Fallkonstellationen.
Verena Lerch
Scridb filterRezension: Familienrecht von Rainer Wörlen
Posted on | Juni 16, 2010 | No Comments
Familienrecht, Rainer Wörlen, 2008, 244 Seiten, Carl Heymanns Verlag: 20 Euro
Der Autor vermittelt in seinem Werk alles Wissenswerte, was der Student für das Familienrecht benötigt. Das Werk zählt zu den neuen Lehrbüchern der Verlagsreihe mit dem Konzept „Lernen im Dialog“. Der Leser wird hierbei nicht wie bei den klassischen Lehrbüchern mit Informationen in einem vortragsähnlichen Monolog geradezu überschüttet, sondern vielmehr wird ihm der Rechtsstoff in Form eines Lehrgesprächs vermittelt. Durch diese lebendige Darstellung, die den Leser ständig fordert, prägt sich der zu vermittelnde Stoff nicht nur schneller, sondern auch nachhaltiger ein. Das Buch von Wörlen behandelt alles examensrelevante zum Eherecht, Verwandschafts- und Kindschaftsrecht, Vormundschaft, Pflegschaft sowie zu den außerehelichen Lebensgemeinschaften. Jedes Kapitel enthält vor allem kleinere Übungsfälle, aber auch Übersichten sowie weiterführende Literaturempfehlungen. Das Buch ist nicht romanartig geschrieben, sondern versucht mit teilweise schlichten Darstellungsweisen wie Markierungen und Stichpunkten, den Studenten die wichtigsten Punkte schnell erblicken zu lassen. In das Werk wurden neben der aktuellen Rechtsprechung und Literatur auch die Neuerungen des Gesetzes zur Änderung des Unterhaltsrechts eingearbeitet sowie andere aktuelle Änderungen im Bereich des Familienrechts.
Fazit: Das Konzept der Lehrbuchreihe „Lernen im Dialog“ und die Darstellung der Materie ist nicht vergleichbar mit anderen Lehrbüchern. Das Buch will nicht wissenschaftlich komplex sein, sondern dem Studenten das Familienrecht auf leichte, verständliche und sogar unterhaltsame Art und Weise näher bringen, was mit diesem Werk absolut gelungen ist.
Verena Lerch
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