LawZone

Zeitschrift für Rechtswissenschaft

Rezension: Familienrecht von Rainer Wörlen

Posted on | Juni 16, 2010 | No Comments

Familienrecht, Rainer Wörlen, 2008, 244 Seiten, Carl Heymanns Verlag: 20 Euro

Der Autor vermittelt in seinem Werk alles Wissenswerte, was der Student für das Familienrecht benötigt. Das Werk zählt zu den neuen Lehrbüchern der Verlagsreihe mit dem Konzept „Lernen im Dialog“. Der Leser wird hierbei nicht wie bei den klassischen Lehrbüchern mit Informationen in einem vortragsähnlichen Monolog geradezu überschüttet, sondern vielmehr wird ihm der Rechtsstoff in Form eines Lehrgesprächs vermittelt. Durch diese lebendige Darstellung, die den Leser ständig fordert, prägt sich der zu vermittelnde Stoff nicht nur schneller, sondern auch nachhaltiger ein. Das Buch von Wörlen behandelt alles examensrelevante zum Eherecht, Verwandschafts- und Kindschaftsrecht, Vormundschaft, Pflegschaft sowie zu den außerehelichen Lebensgemeinschaften. Jedes Kapitel enthält vor allem kleinere Übungsfälle, aber auch Übersichten sowie weiterführende Literaturempfehlungen. Das Buch ist nicht romanartig geschrieben, sondern versucht mit teilweise schlichten Darstellungsweisen wie Markierungen und Stichpunkten, den Studenten die wichtigsten Punkte schnell erblicken zu lassen. In das Werk wurden neben der aktuellen Rechtsprechung und Literatur auch die Neuerungen des Gesetzes zur Änderung des Unterhaltsrechts eingearbeitet sowie andere aktuelle Änderungen im Bereich des Familienrechts.

Fazit: Das Konzept der Lehrbuchreihe „Lernen im Dialog“ und die Darstellung der Materie ist nicht vergleichbar mit anderen Lehrbüchern. Das Buch will nicht wissenschaftlich komplex sein, sondern dem Studenten das Familienrecht auf leichte, verständliche und sogar unterhaltsame Art und Weise näher bringen, was mit diesem Werk absolut gelungen ist.

Verena Lerch

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Verfassung und Verfassungswandel

Posted on | Mai 13, 2010 | 1 Comment

Archivfund ganz aktuell: Über “Verfassung und Verfassungswandel” spricht Prof. Dr. Dres. h.c. Hans-Jürgen Papier in der LawZone 1/2009. Am 16. März 2010 ist er nach Ablauf seiner 12jährigen Amtszeit aus dem Bundesverfassungsgericht ausgeschieden. Seitdem nimmt er seine Tätigkeit als Hochschullehrer an der Ludwig-Maximilians-Universität München in vollem Umfang wahr.

Im Rahmen des “Colloquium Fundamentale – 60 Jahre Grundgesetz” hat der Verfasser am 6. November 2008 in der Universität Karlruhe folgenden Beitrag vorgetragen:

Hans-Jürgen Papier, Verfassung und Verfassungswandel, LZ 1/2009, S. 6-12.

Im Folgenden ein Ausschnitt des Vortrags, den Volltext können Sie unter der Rubrik “Archiv” als PDF einsehen oder hier.

„Machtverlust des Staates durch Globalisierung und Agglomeration privaten Kapitals“, „Kompetenzverlagerung auf überstaatliche Institutionen“, „Vorschriftenflut“, „Politikverdrossenheit und sinkende Wahlbeteiligung“, „unablässig wachsende Staatsverschuldung bei unverrückbarem Schuldensockel“, „programmierter demographisch bedingter Kollaps der Sozialsysteme“, „fehlende Generationengerechtigkeit“, „Kampf der Generationen“, „clash of civilisations“, „Weltfinanzkrise“, „Verwischen von Kriegs- und Friedensordnung angesichts asymmetrischer terroristischer Bedrohungslagen“ – et cetera, et cetera.
Derartige Probleme – ich habe exemplarisch und schlagwortartig einige ausgewählt – scheinen den deutschen Verfassungsstaat der Gegenwart geradezu zu „umzingeln“. Ist das bald 60-Jahre alte Grundgesetz noch eine geeignete verfassungsrechtliche Grundlage, die aktuellen Problemlagen unserer Gesellschaft zu meistern? Brauchen wir eine komplett neue Verfassung beziehungsweise eine weitgehende oder gar permanente Verfassungsreform? Oder sind Modernisierungen der Verfassung gar unerheblich, weil die Musik schon längst auf anderen – nichtstaatlichen – Ebenen spielt oder weil die Probleme weniger rechtlicher, sondern mehr gesellschaftlicher oder ökonomischer Art und durch neues Recht nur scheinbar lösbar sind?
Derartigen Fragen möchte ich heute nachgehen. Beginnen werde ich (I.) mit dem für das Grundgesetz zentralen Grundrechtsschutz und der Frage, ob und inwieweit er vor dem Hintergrund immer neuer Bedrohungsszenarien noch zu gewährleisten ist. Sodann (II.) werde ich mich mit der Frage befassen, inwieweit die Verfassung für die Menschen nicht nur einen rechtlichen Freiheitsraum, sondern auch einen politischen Raum zu schaffen geeignet ist, der dem Volk eine angemessene demokratische Teilhabe ermöglicht. Es folgen Ausführungen (III.) zu den Themen Staatsverschuldung, Sozialstaatlichkeit und Generationengerechtigkeit sowie der aktuellen Finanzkrise. Schließlich (IV.) werde ich aktuelle innerstaatliche Veränderungen, vor allem im Bereich der Bundesstaatlichkeit behandeln und zuletzt (V.) einen Ausblick auf Vorgänge im Bereich der Europäischen Union vornehmen.

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Gefährliche Auslandsbeurkundungen – IPR in der Praxis

Posted on | Mai 9, 2010 | 2 Comments

In seinem Beitrag “Gefährliche Auslandsbeurkundungen” beschäftigt sich Rechtsanwalt Peter C. Fischer mit der Problematik der Beurkundung von Anteilsübertragungen im Ausland. Hierbei treten komplexe Fragen des Internationalen Privatrechts auf. Einleitend der Verfasser: “Neben der damit zwangsläufig verbundenen ausgezeichneten dogmatischen Schulung wird ein Grund für das Interesse am IPR möglicherweise die Erwartung sein, dass im Zeitalter der Globalisierung Sachverhalte mit Auslandsbezug und die damit verbundenen Fragen nach dem anzuwendenden Recht in der Rechtspraxis eine besonders große Bedeutung haben.”

Mehr dazu im Volltext unter der Rubrik “Aktuelle Ausgabe”:

Peter C. Fischer, Gefährliche Auslandsbeurkundungen – IPR in der Praxis, LZ 1/2010, S. 6-9.

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